
Der historische Fernsehfilm in drei Teilen erzählt die Geschichte der Familie Krupp über mehrere Generationen. Im Mittelpunkt steht der Konflikt zwischen der Alleinerbin Bertha Krupp und ihrem ältesten Sohn Alfried von Bohlen und Halbach.
Als Alleinerbin des "Kanonenkönigs Fritz" erlebt Bertha Krupp (1886-1957) als junges Mädchen die glanzvollen Zeiten, in denen die Firma Krupp unter Kaiser Wilhelm II. zur "Waffenschmiede des Deutschen Reichs" wird. In der riesigen "Villa Hügel", dem repräsentativen Wohnsitz der Familie Krupp in Essen, erzieht ihre Mutter Margarethe (1854-1931) Bertha und ihre jüngere Schwester Barbara nach einem preußischen Regelsystem, in dem wenig Platz für Emotionen ist. Umso mehr hängt Bertha an ihrem sanft auftretenden Vater Fritz.
Als Gerüchte um ein Doppelleben ihres Mannes laut werden, bittet Margarethe den Kaiser um Hilfe - und wird daraufhin als "Hysterikerin" vorübergehend in eine Nervenklinik eingewiesen. Erst nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes (dessen Ursache ungeklärt bleibt) kehrt Margarethe nach Essen zurück.
Die tragischen Ereignisse um ihre Eltern prägen die junge Bertha für immer. Sie lernt: Wer Krupp sein will, darf sich niemals gehen lassen - und sollte es vermeiden, politische Machthaber vor den Kopf zu stoßen. Vom Kaiser höchstpersönlich wird die "Thronfolgerin" mit dem preußischen Diplomaten Gustav von Bohlen und Halbach verheiratet, mit dem sie sieben Kinder bekommt. Während Gustav den Namen und die Unternehmensführung von Krupp übernommen hat, zieht Bertha ihre Fäden im Hintergrund. Unerbittlich schwört sie ihren Ältesten Alfried (1907-1967) auf die ihr vertrauten Werte ein: "Krupp" steht über allem, "Krupp" bedeutet Ehre und Pflichtgefühl, Disziplin, Bescheidenheit und Gehorsam.
Berthas Sohn soll einmal verwirklichen, was ihr selbst als Frau verwehrt geblieben ist. Der schüchterne Alfried jedoch fühlt sich von der Wucht des Kruppschen Vermächtnisses schier erdrückt. Als "Kronprinz" des riesigen Konzerns und Patenkind von Wilhelm II. wächst er - weitgehend isoliert von seinen sechs jüngeren Geschwistern - in der Villa Hügel auf. Unter dem Regiment eines rigide disziplinierenden Vaters und der ehrgeizigen Mutter entwickelt sich der Junge zu einem verschlossenen Mann, der die Werte der Familie gründlich verinnerlicht hat und zeitlebens um seine Unabhängigkeit von ihnen kämpfen muss. Seine große Liebe Anneliese, hält ihrer Ablehnung auf Hügel nicht stand und Alfried verlässt sie schließlich; der gemeinsame Sohn Arndt wächst fernab von Essen auf.
Währenddessen wird die Firma Krupp zum wichtigsten Waffenlieferanten des "Dritten Reichs". Auf Hügel wehen Hakenkreuzflaggen, zwei von Berthas Söhnen fallen an der Front, ein dritter gerät in Kriegsgefangenschaft. Alfried übernimmt 1943 die Unternehmensleitung - und wird nach Kriegsende, als sein Vater Gustav bereits schwer krank ist, von den Alliierten zur Rechenschaft gezogen und als Kriegsverbrecher verurteilt. In den 50er Jahren jedoch wird er aus der Haft entlassen, erhält sein Vermögen zurück und beginnt gemeinsam mit seinem neuen Generalbevollmächtigten Beitz mit dem Wiederaufbau der Firma.
In den 60er Jahren jedoch wird Alfried klar, dass das Traditionsunternehmen "Krupp" nicht länger so weiterbestehen kann wie bisher. Er entschließt sich, die Firma von der Familie zu trennen und in eine Stiftung umzuwandeln: Für ihn bedeutet es die einzige Möglichkeit, um das Überleben des Konzerns und seiner Mitarbeiter zu sichern - und um sich selbst endlich von der Last befreien zu können, die "Krupp" zeitlebens für ihn bedeutet hat. Für seinen Sohn Arndt, den "letzten Krupp", bedeutet es den Verzicht auf Erbe und Titel: eine Entscheidung, die das Ende der großen Stahldynastie besiegelt.